WTCC in Budapest – Spannung pur in Rennen 1, Regenchaos und viele Unfälle in Rennen 2

Rennen 1:

Norbert Michelisz hielt sein Versprechen und konnte nach dem fünften Platz in der Qualifikation noch einmal nachlegen und erarbeitete sich einen schwer verdienten Platz 2. Gegen Menu im Chevrolet hatte der Ungar aber keine Chance, denn der Schweizer leistete sich keinen Fehler und gewann zum zweiten Mal in dieser Saison. Doch nicht bei allen lief es so glatt: Yvan Muller, Menus Teamkollege, konnte das Schlimme schon in der ersten Kurve nicht verhindern, wo ihm Javier Villa nach außen drückte. Michelisz nutzte die Lücke, die so entstand und fuhr nach vorne, während sich das Feld hinter den Spitzenreitern neu sortierte. Michelisz machte sich auf den Weg, Menu massiv unter Druck zu setzen. Die Zuschauer hatten ihren Lokalmatador lautstark angefeuert, was ihm regelrecht Flügel verlieh. Menu konnte seinen Sieg aber souverän ins Ziel bringen. Auf Platz 3 landete der WTCC-Neuling, Javier Villa.

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Rennen 2:

Das zweite Rennen von Ungarn fing mit einer Katastrophe für die Fans an: Der stehende Start war erwartungsgemäß was für die BMW-Piloten und Alain Menu hatte große Probleme, sich gegen die Hecktriebler um ihn herum durchzusetzen – doch in der ersten Kurve hatten sie sich gegenseitig eliminiert. Der Auslöser der großen Kollision war der Lokalmatador Michelisz, der im Startgetümmel auf das Gras am rechten Fahrbahnrand geriet und den Unfall mit dem Markenkollegen Kristian Poulsen so nicht mehr verhindern konnte. Sein BMW wurde dabei schwer beschädigt, wie auch das Fahrzeug von Poulsen. Doch danach kam erst das richtige Chaos - die dunklen Wolken über der Rennstrecke fingen an, sich zu entladen, und das so typische heiße trockene Rennen in Budapest versank im Platzregen.

Situation: Unfahrbar!

Der Regen hatte große Auswirkungen auf das Rennen, denn mit Slicks wurden einige Fahrer übermütig, was die Reihenfolge hinter dem Führenden Tom Coronel völlig durcheinander brachte. In Runde eins klappte es noch relativ gut, doch schon einen Umlauf später liefen große Sturzbäche über die Strecke, was der Grund zum Abbruch war. Die Teams hatten sofort reagiert und die Fahrer mit den Regenreifen ausgestattet und es reihten sich die Boxenstopps mitten auf der Strecke. Der Start wurde auf 14:05 Uhr neu angesetzt.

Michelisz doch noch dabei

15 Sekunden vor dem Neustart des Rennens hat sich der orangerote Rennwagen vom Lokalmatador am Ende der Boxengasse in die Warteschleife eingeordnet. Die Mechaniker hatten das Auto von Michelisz in der Kürze der Zeit repariert, was den Zuschauern wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Hinter dem Safety-Car hatte sich das Feld wieder auf die Reise begeben und nach zwei Runden wurde das Rennen wieder eröffnet. Weil sich die Strecke aber immer schneller abtrocknete, waren die Regenreifen immer mehr beansprucht. Die Spitze beschränkte sich deswegen darauf, das Rennen sicher ins Ziel zu bringen, ohne etwas zu riskieren. Dies war auch der Grund, wieso sich vorne nichts mehr tat und Muller als Sieger vor Huff ins Ziel fuhr. Das bedeutete, das nach acht WM-Läufen alle Chevrolet-Piloten mindestens einmal gewonnen haben und eine Zuspitzung im Titelkampf. Vor dem nächsten Rennwochenende im tschechischen Brünn vom 17. - 19. Juni bleiben die 3 Chevrolet Fahrer an der Spitze des Feldes, trotz einiger Ausfälle.

 

Tim Wagelöhner

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